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Kurzbeschreibung

Was ist Boxen?

Boxen ist eine der populärsten Sportarten weltweit. Als eine der ältesten Wettkampfarten des Menschen hat diese Popularität eine lange Tradition und ist beispielsweise Teil der olympischen Spiele, seit diese 1896 wieder belebt wurden. Heutzutage sind Schwergewichtskämpfe um die Weltmeisterschaft die bestdotierten Sportwettbewerbe überhaupt.

Boxen führt bei richtig ausgeführtem Training zu erstklassiger Fitness. Für den, der sich verteidigen lernen will, ist das der ideale Einstieg. Beim Boxen lernt man durch das Vollkontakt-Sparring bestmögliche Fähigkeiten zur Selbstverteidigung. Das kontinuierliche, wiederholte Kampftraining, wie es im Boxen mit der Faust geübt wird (Sparring), optimiert die Wirksamkeit, die in der Einfachheit der Boxtechniken liegt.

Die Regeln im Boxsport

Der Kampf wird in einem Boxring in Runden von drei Minuten (Profis) bzw. zwei Minuten (Amateure) Länge ausgetragen. Bei Amateurkämpfen finden normalerweise vier Runden statt. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Treffer wird anerkannt, wenn mindestens 3 der 5 Punktrichter ihn innerhalb einer Sekunde anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser wertet die Eingaben aus und zeigt die Treffer an. Dieses System soll die Urteile nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Im Profiboxen kann die Zahl der Runden frei festgelegt werden, bewegt sich aber üblicherweise zwischen sechs und 12 Runden. Drei Kampfrichter bewerten unabhängig voneinander nach jeder einzelnen Runde, welcher Boxer in der Runde stärker gekämpft hat. Dauert der Kampf über die volle Rundenzahl, wird durch Addition der Rundenbewertungen der Sieger bestimmt.

Bei vielen Boxkämpfen wird der Kampf allerdings vorzeitig beendet: Wenn einer der beiden Boxer nach einem Niederschlag nicht mehr in einem vorbestimmten Zeitraum aufzustehen vermag, ist der Kampf durch Knockout (KO) entschieden. Wenn der Kampf abgebrochen wird oder einer der Kampfteilnehmer aufgibt, ist der Kampf durch technischen Knockout (TKO) entschieden.

Geschichte

Boxen - Das ist die sportliche Art des Ringens mit Fäusten, auch genannt als Pugilism (Wörtlich: Faustkampf) und Prizefighting (Wörtlich: Der Kampf um die Belohnung)

Vor unserer Zeitrechnung

Es gibt ein Zeugnis, dass das Boxen ungefähr im Jahre 1500 vor unserer Zeitrechnung auf der Insel Krit existierte. Die gegenwärtigen Forschungen erlauben auch zu behaupten, dass diese Art der Zweikämpfe schon viel früher in Afrika bekannt war, besonders im Gebiet, das heute als Äthiopien bekannt ist. Die zum Jahr 4000 vor unserer Zeitrechnung gehörenden Hieroglyphenschriften zeugen über die Verbreitung dieser Sportart innerhalb des ganzen Nil-Tals und Ägypten, nachdem Ägypten Äthiopien eroberte.

Die Verbreitung des Boxens folgte der Erweiterung der Ägyptischen Zivilisation durch die Mittelmeerländer und Nahen Osten. Im Jahre 686 vor unserer Zeitrechnung wurde das Boxen soweit entwickelt, dass es in die Olympische Spiele eingeschlossen werden konnte. Doch als Boxen, wie wir es heute kennen, war die Art der Zweikämpfe kompliziert zu nennen. Die Kämpfe wurden im Freien durchgeführt, wo die Zuschauer auch die Grenzen des Platzes waren, auf dem die Sportler kämpften. Der Kampf dauerte so lange, bis einer der Teilnehmer nicht mehr imstande war den Kampf weiterzuführen. Obwohl die ersten Boxer vor allem für den Ruhm kämpften, erhielt der Sieger nichtsdestoweniger Gold, Vieh oder andere Trophäen.

Um die Hände und Handgelenke zu schützen, beflechteten die Kämpfer mit dünnen weichen Lederstreifen ihre Fäuste und manchmal auch zwei Drittel von den Unterarmen. Zum 4. Jahrhundert v. u. Z. wurden die Streifen aus mehr hartem Leder gemacht, und sie dienten nicht nur als Schutzmittel für die Hände, sondern verwandelten sie in die Angriffswaffe. Später wurden im Römischen Reich auf die Lederstreifen spezielle Kupfer- oder Eisenauflagebleche aufgesetzt, um die Gladiatorkämpfe zu führen, die gewöhnlich mit dem Tod eines der Kämpfenden endeten.

Boxen
Boxen

Unsere Zeitrechnung

Mit der Entwicklung des Christentums und dem Fall des Römischen Reiches existierten die Faustkämpfe als Unterhaltung nicht mehr und wurden für mehrere Jahrhunderte vergessen.

Ein erstes formales Treffen wurde im Jahre 1681 in England registriert. Und seit 1698 wurden im Königstheater Londons regelmäßige Boxwettkämpfe durchgeführt. Allmählich breitete sich London aus und die Champions aus der Provinz kamen hierher, um den Ruhm, den Ruf und das Geld in den Kämpfen zu gewinnen. Gerade diese Ursache diente als Stoß der Entwicklung des Boxens, nämlich in London. In diesen Kämpfen wurden die Vergütungen eines jeden von den Boxern vereinbart, und auch Zinsen von den Einsätzen, die die Zuschauer machten. In diesen Kämpfen schlugen sich die Ringer ohne Handschuhe und meistens ohne Regeln. Es fehlten alle Gewichtsklassen, was nur einen Champion voraussetzte. Selbstverständlich verloren die Leichtgewichtler sehr oft. Obwohl die Runden auch bezeichnet wurden, dauerten aber die Kämpfe gewöhnlich bis einer von den Rivalen nicht mehr imstande war, den Kampf weiterzuführen. Es war nicht verboten, den Gegner auch nach seinem Fall zu Boden, anzugreifen. So dauerte es bis Mitte 16. Jahrhundert.

Boxen
Obwohl das Boxen für außerhalb des Gesetzes stehend erklärt wurde, wurde es sehr populär. Im Jahre 1719 wurde der Liebling des Publikums und Sieger in vielen Kampfen James Figg als Champion Englands ausgerufen und im Laufe von 15 Jahren trug er diesen Titel. Einer der Schüler von James Figg, Jack Broughton, macht einen Versuch den derzeit existierten Faustkampf in einen sportlichen Wettkampf zu verwandeln.

Im Jahre 1743 schrieb Jack Broughton das erste Buch der Sportregeln. Diese Regeln, natürlich mit kleinen Anderungen, benutzte man bis sie im Jahre 1838 wahrend der Durchfuhrung der "London Price Ring rules" auf eine verbesserte Version geändert wurden. Broughton lehnte die Methoden, die seine Vorgänger benutzten, ab (hauptsächlich die Methoden der berauschten Schlägerei in der Kneipe), indem er den Vorzug dem Kampf ausschließlich mit den Händen gab.

Boxen

Boxen
Während des Kampfes waren auch die Schläge unter die Gürtellinie den Boxern verboten. Nach den Regeln von Broughton dauerte der Kampf bis einer der Rivalen zu Boden fiel. Wenn im Laufe von 30 Sekunden der Versetzte nicht zurück in den Ring ging und sich in einem Abstand von einem Yard zu seinem Gegner stellte, galt er als besiegt. Es wurde verboten die Schlage dem Gegner zu versetzen, nachdem er für besiegt erklärt wurde. Jack Broughton wurde der "Vater des Boxens" genannt. Er eröffnete die Halle, in dem er seine Schüler trainierte. Er hat auch die Mufflers erfunden, die Vorfahren der modernen Boxhandschuhe, die die Hände und Gesicht der Boxer zu schützen bestimmt waren.
Boxen
Nachdem Jack Slack Broughton besiegt hatte, wurden die Meisterschaftskampfe öfter und regelmäßiger durchgeführt. Das Boxen, als etwas besonderes verlor seine Ausschließlichkeit, und Interesse für diese Art der Zweikämpfe begann zu fallen, obwohl solche Boxer wie Daniel Mendoza und John "Gentleman" Jackson einen außergewöhnlichen Erfolg hatten.
Boxen
Daniel Mendoza wog 160 Pfund (76 kg) und hatte eine mächtige und schnelle Linke. Jackson, der Mendoza besiegt hatte, nahm die Veraänderungen in der finanziellen Klassifikation der Preise vor, was dem Boxen das Aussehen der Respektabilität gab. Im Jahre 1814 wurde in London ein Versuch gemacht, die Durchführung der Boxmeisterschaften zu kontrollieren. Dafür wurde ein Boxverband gegründet. Und im Jahre 1838 wurden von diesem Verband die Regeln "London Prize Ring" akzeptiert, die für die Durchführung der Kämpfe sowohl in England als auch in Amerika verwendet wurden. Diese Regeln wurden zum ersten Mal im Jahre 1839 beachtet, als James "Deaf" Zamnet den Titel des Champions von England im Kampf gegen Williams "Bendigo" Thompson verlor.
Boxen
Der Kämpf fand im Quadratring mit der Flache 24 Fuß (7.32 m2), der mit zwei Seilen von vier Seiten begrenzt war, statt. Wenn einer der Boxer sich zu Boden des Ringes niederließ, galt die Runde als beendet. In dieser Zeit wurde dem Geschädigten Hilfe im Laufe von 30 Sekunden geleistet. Nach 30 Sekunden mußten die Gegner im Zentrum des Ringes gegeneinander Platz nehmen und es begann die nächste Runde. Wenn im Laufe von 8 zusätzlichen Sekunden einer der Gegner nicht ins Zentrum des Ringes ging, wurde er als besiegt erklärt. Im Ring waren das Streiten, das Schimpfen, die Schläge mit Füssen und Kopf, und auch Schläge unter die Gürtellinie verboten. Dies alles wurde als unzulässig während des Kampfes erklärt.
Boxen

Gewichtsklassen

Amateure + Junioren

Frauen / Cadets
 (Jugend A)

Schüler / Jugend B

Profis

 

 

Papier

 

<30, 32, 34, 36, 38, 40,42

Papier

- 45 kg

 

 

Papier

- 46 kg

- 45 kg

Mini-Fliegen

- 47.6 kg

Halbfliegen

- 48 kg

Halbfliegen

- 48 kg

- 48 kg

Junior-Fliegen

- 49 kg

Fliegen

- 51 kg

Fliegen

- 50 kg

- 51 kg

Fliegen

- 50.8 kg

Bantam

- 54 kg

Bantam

- 52 kg

- 54 kg

Super-Fliegen

- 52.2 kg

Feder

- 57 kg

Feder

- 54 kg

- 57 kg

Bantam

- 53.5 kg

Leicht

- 60 kg

Leicht

- 57 kg

- 60 kg

Super-Bantam

- 55.3 kg

Halbwelter

- 64 kg

Halbwelter

- 60 kg

- 63 kg

Feder

- 57.2 kg

Welter

- 69 kg

Welter

- 63 kg

- 66 kg

Super-Feder

- 59 kg

Halbmittel

----------

Halbmittel

- 66 kg

- 69 kg

Leicht

- 61.2 kg

Mittel

- 75 kg

Mittel

- 70 kg

- 72 kg

Juniorwelter / Superleicht

- 63.5 kg

Halbschwer

- 81 kg

Halbschwer

- 75 kg

- 75 kg

Welter

- 66.7 kg

Schwer

- 91 kg

Schwer

- 80 kg

- 81 kg

Super-Welter

- 69.9 kg

Superschwer

+ 91 kg

Superschwer

- 86 kg

+ 81 kg

Mittel

- 72.6 kg

 

 

 

maximum!

 

Super-Mittel

- 76.2 kg

 

 

 

 

 

Leichtschwer

- 79.4 kg

 

 

 

 

 

Halbschwer / Cruiser

- 86.2 kg

 

 

 

 

 

Schwer

+ 86.2 kg

Box-Links

Eine Übersicht über alle Box-Reglemente (Schweizerischer Boxverband SBV) http://www.boxverband.ch/formal/reglemente.htm
Wie bandagiere ich richtig? Hier findet ihr eine Anleitunghttp://www.boxinggyms.com/tips/handwraps.htm
International Hall of Fame des Boxsports http://www.ibhof.com/ibhfrost.htm

Gesammelte Zitate aus der Welt des Boxsports

"Warum ich Boxer bin? Weil ich kein Dichter bin. Ich kann keine Geschichten erzählen."

Der irische Box-Profi Barry McGuigan während seiner aktiven Zeit.

"Nun boxen Sie mal schön, aber vergessen Sie nicht, daß wir mit den Amerikanern jetzt befreundet sind."

Bundeskanzler Konrad Adenauer zur Begrüßung von Hein ten Hoff, nachdem dieser 1952 Europameister im Schwergewicht geworden war und auf Amerika-Reise ging.

"Ich weiß, ich bin ein Arschloch, aber das ist nun mal mein Stil."

Selbsteinschätzung von Ex-Weltmeister Mike Tyson.

"Unter den Künstlern gibt es mehr Verrückte als bei den Boxern."

Ex-Weltmeister Rene Weller nach dem Besuch eines Museums für zeitgenössische Kunst in Kassel.

"Ich bin das Tier, das mich beschützt."

Marvin "Marvellous" Hagler, ehemaliger Weltmeister im Mittelgewicht.

"Noch nie in der Weltgeschichte haben sich so viele weiße Menschen um einen Neger solche Sorgen gemacht."

Muhammad Ali mit fast 40 Jahren vor seinem letzten Profi-Kampf gegen Trevor Berbick im Dezember 1981.

"Honey, ich habe einfach vergessen, mich zu ducken."

Schwergewichtler Jack Dempsey auf die Frage seiner Frau, warum er gegen Gene Tunney verloren habe.

"Später, und bis auf den heutigen Tag immer wieder, habe ich mich gefragt, woher diese Faszination, die ein ganzes Leben angehalten hat, eigentlich kommt. Es ist keinesfalls der scheinbar mühelose und direkte Weg zum Ruhm, der einen dazu bringt. Viel wahrscheinlicher ist es gerade die Ungewissheit der boxerischen Existenz, die Bereitschaft und Notwendigkeit, in jedem Kampf alles immer wieder aufs Spiel zu setzen."

Max Schmeling, aus seinem Buch "Erinnerungen".

"Plötzlich wachte ich auf, lag auf dem Boden und der Ringrichter starrte mir ins Gesicht und brüllte: sechs, drei, sieben, fünf!"

Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis auf die Frage, wie er seine einzige KO-Niederlage 1994 gegen Oliver McCall erlebt hat.

"Seine Freunde sollten sich von Holyfield fern halten, um ihn wissen zu lassen, daß es zu sehr schmerzt, ihn weiter boxen zu sehen. Weil er nichts mehr beweisen muß, weil es weh tut, wenn ein Freund seine Gesundheit riskiert für die Chance, 'fünffacher Weltmeister' zu werden . Zu oft haben wir das Problem im Boxsport, daß Boxer NICHT kämpfen wollen. Diese Leute sollten aufhören. Die Evander Holyfields sind aber selten geworden. Ich sage, schützt ihn und dankt ihm für all das, was er uns in den Jahren gegeben hat. Wenn ich sein Freund wäre, würde ich ihn eindringlich bitten, mit dem Boxen aufzuhören."

US-Boxautor Michael Katz im Anschluss an die Niederlage von Evander Holyfield gegen John Ruiz.

"Es gibt nur einen Weg, um diesen Typen zu schlagen - du mußt permanent aggressiv sein. Du wirst ihn nicht ausboxen können. Sein Stil besteht aus boxen und rennen, und 'boxen' meine ich dabei nicht im eigentlichen Sinn. Ich meine, er stürmt nach vorn, schlägt pitsch-patsch - er kann nicht hauen - dann hält er dich fest und danach läuft er wieder weg. Das ist seine Strategie. Er benutzt seinen Kopf wie ein Rammbock und wenn er einmal damit anfängt, hört er nicht mehr auf: Er hält und schlägt und hält und schlägt..."

US-Boxer und Ex-Weltmeister Charles Brewer über IBF-Champ Sven Ottke, gegen den er zwei knappe Punktentscheidungen verlor.

"Torsten May ist nicht WM-würdig. Der trinkt und raucht nicht."

Ralf Rocchigiani, der einen DM-Kampf gegen Torsten May verlor.

"Du brauchst die Offensive, um einen Kampf gewinnen zu können. Die Defensive brauchst du, um deine Karriere lange zu erhalten. Du mußt deinen Gegner ins Leere schlagen und ihn dann dafür bezahlen lassen. Das ist der einzige Weg, um in diesem Spiel bestehen zu können. Es ist ein hartes, ein körperliches und ein rauhes Spiel. Umso öfter du getroffen wirst, desto kürzer wird deine Karriere sein."

Floyd Mayweather Sr., Erfolgstrainer.

"Seine größte Stärke ist sein Doktortitel. Den kann ihm niemand wegnehmen."

Derrick Jefferson vor seinem WM-Kampf gegen den WBO-Weltmeister Wladimir Klitschko.

"Es gab schon viele Weltmeister, die später Alkoholiker wurden. Aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister wurde."

Eckhardt Dagge, Superweltergewichts-Weltmeister 1976.

"Um ehrlich zu sein, ich denke, daß Evander die Entscheidung ganz allein fällen muß. Ich habe selbst schon einmal einen Fehler gemacht, als ich einem Jungen namens Roberto Duran einen derartigen Rat gab. Roberto Duran verlor gegen einen Boxer in Detroit und ich dachte, es sei vorbei für ihn. Ich sagte, 'wenn du gegen einen Boxer dieses Kalibers verlierst, solltest du aufhören'. Er gewann vier Weltmeisterschaften, nachdem ich ihm diesen Rat gegeben hatte."

Promoter Don King auf die Frage, ob Evander Holyfield seine Handschuhe an den Nagel hängen sollte.

"Meine Frau buht mich aus, wenn wir Sex haben. Sie weiß, dass mich das anmacht."

Ex-Weltmeister Hector Camacho.

"Er war unheimlich schnell als Champion. Er war so schnell, dass er das Licht löschte und im Bett war, bevor es im Schlafzimmer dunkel wurde..."

George Foreman über Muhammad Ali

"Es gibt immer einen, der einen anderen schlagen kann. Ist das nicht ein hartes Leben für einen Boxer? Immer zu wissen, da draußen ist jemand, der mich schlagen kann?"

Angelo Dundee, Trainer des legendären Muhammad Ali

"Keiner versteht, warum Holyfield gegen Tyson kämpfen will. Wäre es nicht einfacher, sich vor einen fahrenden Zug zu stellen?"

Michael Moorer, vor Evander Holyfields K.o.-Sieg über Mike Tyson

"Was will er tun, wenn ich ihn voll treffe? Hürdenlaufen??"

Mike Tysons Reaktion auf die Bemerkung, daß sein Gegner Bruce Seldon über beeindruckende (Leicht-) athletische Fähigkeiten verfüge. Tyson siegte am Tag danach durch KO in Runde 1.

"Ich muss Boxen nicht als Sport rechtfertigen, weil ich es nie als Sport angesehen habe - weil es das Leben selbst ist und kaum ein blosser Sport."

Joyce Carol Oates, amerikanische Autorin

"In 12 Runden lernen sich Boxer besser kennen, als so manche Menschen in 12 Jahren im Büro."

Wilfried Sauerland, deutscher Box-Promoter

"Foreman kann mich gar nicht getroffen haben, die Hallendecke muß heruntergekommen sein."

Joe Frazier nach seiner K.o.-Niederlage 1973 gegen George Foreman. Nach einem linken Aufwärtshaken von Foreman hob "Smokin Joe" förmlich mit beiden Füßen vom Boden ab.

"Ich reagiere gar nicht mehr auf Tragödien und deshalb denken manche Leute, dass mir alles egal ist. Ich habe als Kind zu viele schlimme Dinge erlebt, es ist für mich einfach zu schwer, emotional zu werden. Ich weine nicht mehr."

Der 19-jährige Mike Tyson, auf dem Weg zu seinem ersten WM-Gürtel, in einem Interview aus dem Jahr 1985.

"Ich lehne es ab, bezwungen zu werden. Ich lasse es nicht zu, dass sich irgendjemand in meinen Weg stellt."

Mike Tyson, Mai 1986, nach seinem klaren Punktsieg über Mitch "Blood" Green.

"Jedes Mal, wenn ich von meinen Kämpfen träume, verliere ich. Wenn ich in meinen Träumen verliere, geschieht es meistens sehr dramatisch. Es ist sehr realistisch. Es macht mir Angst."

Mike Tyson, Juni 1988, mit einem ungewöhnlichen Eingeständniss gegenüber einem Reporter der "Washington Post".

"Ich bin bereit. Ich will los."

Mickey Ward gegenüber seinen Betreuern vor dem Gong zur fünften Runde in seinem dramatischen Kampf gegen Arturo Gatti. Beide lieferten sich eine Ringschlacht, die über Jahre hinweg unvergessen bleiben wird.

"Tu doch nur so, als ob Du schlägst!"

Trainer Uli Wegner zu seinem Schützling Sven Ottke, gegen Ende der Titelverteidigung gegen Thomas Tate.

"Es ist wundervoll - das ist es wirklich! Es ist das einzig Wahre. Es ist 'du gegen mich', es ist die Herausforderung von Mann gegen Mann. Mit Handschuhen. Worte können das Gefühl nicht beschreiben - ein Mann zu sein, ein Gladiator, ein Kämpfer. Es ist nicht austauschbar."

Ex-Weltmeister Sugar Ray Leonard über seine Sportart.

"Jedes Mal, wenn ich den Namen 'Joe Louis' höre, fängt meine Nase an zu bluten."

Der britische Schwergewichtler Tommy Farr, der 1937 im Kampf um die WM-Krone gegen Weltmeister Joe Louis nach Punkten verlor.

"Das ist Dariusz Michalczewski, der muss erst warm geprügelt werden."

Michalczewski-Trainer Fritz Sdunek, nach dessen Rückkampf gegen Richard Hall.

"Vergessen Sie's. Sie verschwenden Ihre Zeit. Sie werden nichts finden."

Promoter Bob Arum auf die Frage, ob es nicht doch irgend etwas Schlechtes über Federgewichts-Liebling Paulie Ayala zu sagen gäbe.

"Ein Boxer im Ring fühlt sich als der einsamste Mensch der Welt. Aber einer ist noch einsamer - der Ringrichter. Er kann entscheiden, was er will: Immer hat er die Hälfte des Publikums gegen sich."

Alte Boxweisheit.

Shakespeare? Ich habe noch nie von ihm gehört. Ich vermute mal, er ist einer dieser ausländischen Schwergewichtler. Die sind alle lausig. Eins ist sicher, ich vermöbel den Penner."

Tony Galento, US-Schwergewichtsherausforderer 1939 (auf die Frage, was er vom Barden aus Avon hielte)

"Ich hab's geschafft. Ich habe eine Frau und einen Fernseher - und beide funktionieren"

Hall of Fame Federgewichtschampion Willie Pep

Muhammed Ali befand sich in einem Flugzeug, als die Stewardess ihn aufforderte, sich anzuschnallen.

Ali antwortete: "Supermann braucht keinen Gurt". Antwort der Stewardess: "Supermann braucht kein Flugzeug".

"Ich sagte, ich bin der Größte, ich sagte nicht, ich bin der cleverste!"

Ali's Antwort auf hämische Reporterfragen, nachdem er bei einen Intelligenztest der U.S.-Army durchgefallen ist.

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